JLS GmbH Schädlingsbekämpfung für Privat und Gewerbe

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Wenn es krabbelt, summt und brummt – so reagieren Sie richtig

Nun ist es also passiert: In Ihren Räumen sind Tiere gesichtet worden – oder haben zumindest ihre unverkennbaren Spuren hinterlassen. Das Beste, was Sie in dieser Situation als Erstes tun können, ist Ruhe zu bewahren. Ein Käfer läutet noch lange nicht den Untergang Ihrer Existenz ein, eine Maus muss kein Vorbote einer ganzen Invasion sein. Wichtig ist es an dieser Stelle, dass Sie das Problem taktisch klug angehen.

Vernichten Sie keine Spuren

Auf keinen Fall sollten Sie Ihrem ersten Impuls nachgeben und alle Hinweise beseitigen. Kot-, Fraß- und Laufspuren geben wichtige Hinweise darauf, um wie viele und welche Tiere es sich genau handelt, wo sie sich verstecken und wo sich vielleicht bereits ein Nest befindet. Sollten Sie einzelne Tiere, beispielsweise Insekten, entdecken, zerdrücken Sie sie nicht, um sie dann direkt zu entsorgen oder für den alarmierten Schädlingsbekämpfer aufzubewahren. Auch der talentierteste Kollege wird seine Probleme haben, aus dem zermatschten Kadaver seine Schlüsse zu ziehen. Einige Tierarten unterscheiden sich nur minimal im äußeren Erscheinungsbild voneinander, richten aber unterschiedliche Schäden an und müssen auf verschiedene Weise bekämpft werden.

Fangen Sie nach Möglichkeit einige Exemplare

Sollten es die Umstände erlauben, versuchen Sie einige Exemplare lebend zu fangen. Ein einfaches Glas reicht für die meisten Schädlinge aus. Davon ausgenommen sind natürlich Nagetiere, deren Jagd sich wesentlich komplizierter gestaltet als etwa die von Insekten. Behalten Sie Ihren Fang anschließend, bis Sie mit einem Profi gesprochen haben und er Ihnen weitere Anweisungen gibt.

Dokumentieren Sie alle Vorkommnisse

Damit ein Schädlingsbekämpfer möglichst effektiv an der Lösung Ihres Schädlingsproblems arbeiten kann ist es wichtig, ihm vorab so viele Informationen wie möglich zur Verfügung zu stellen. Notieren Sie sich alle Beobachtungen, die mit dem Befall in Zusammenhang stehen könnten.

  • Seit wann, zu welchen Zeiten und wo haben Sie Tiere gesichtet?
     
  • Wie viele Tiere waren es?
     
  • Wie sahen sie aus? Hatten sie auffällige Körpermerkmale?
     
  • Wo und was für Spuren haben sie hinterlassen?
     
  • Gibt es mögliche Erklärungen, woher die Tiere stammen könnten? (Befall angrenzender Gebäude oder bei einem Lieferanten, besondere Lage des Gebäudes, kürzlich erfolgte Baumaßnahmen, getätigte Einkäufe oder absolvierte Reisen)
     
  • Gab es zu einem früheren Zeitpunkt bereits Schädlingsbefälle und wie haben sich diese geäußert?
     
  • Welche Monitoring-Maßnahmen führen Sie in Ihren Räumen zur Schädlingskontrolle durch?
     
  • Welche kurzfristigen Bekämpfungsmaßnahmen haben Sie bereits selbst zur Beseitigung des aktuellen Befalls ergriffen?
     

Haben
auch von sämtlichen Spuren, die diese hinterlassen haben.

Sie eine Kamera oder ein Mobiltelefon zur Hand, machen Sie Fotos von den Tieren und

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Halten sich Tiere in den Räumen auf, ist es immer empfehlenswert, einen Experten zu Rate zu ziehen. Ein Schädlingsbekämpfer besitzt das nötige Fachwissen, um den Befall umfassend zu analysieren, ihn zu beseitigen und auch die Ursachen abzustellen. Viele Unternehmen bieten Kunden für ihren Service einen Kostenvoranschlag an. Für diese Einschätzung, aber auch für den späteren Einsatz vor Ort, sind möglichst genaue Schilderungen des Sachverhalts notwendig. Nun kommen die dokumentierten Beobachtungen zum Einsatz. Vielen Kollegen können Sie Fotos per E- Mail, MMS, WhatsApp-Nachricht oder über andere Kommunikationswege zukommen lassen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihr Schädlingsbefall direkt von Beginn an so effektiv wie möglich behandelt werden kann.

Fotos der gesichteten Tiere bringen zudem einen weiteren Vorteil mit sich: Seriöse Schädlingsbekämpfer werden Ihnen umgehend mitteilen, wenn die darauf abgebildeten Individuen keine Gefahr darstellen und nicht professionell bekämpft werden müssen.

6 Warum Sie sich das Geld für Mittel aus dem Baumarkt sparen können

Die Deutschen nehmen die Dinge gern selbst in die Hand. Sei es beim Autoschrauben, Parkettverlegen oder eben in der Schädlingsbekämpfung. Die freie Wirtschaft hat den Trend zur Selbsthilfe seit langem erkannt. Vor allem in Baumärkten füllen Produkte zur Do-It-Yourself- Schädlingsbekämpfung ganze Regelreihen. In Eigenregie sollen die Käufer die Mittel ausbringen – zumeist spielend einfach und auch nur ein einziges Mal – und bereits nach kurzer Zeit löse sich der Befall nahezu in Luft auf. Oh du schöne, schädlingsfreie Welt! Warum ist denn nicht alles so einfach? Und warum gibt es eigentlich noch professionelle Schädlingsbekämpfer? Ganz einfach: weil Werbeversprechen eben nicht immer alles halten, was sie propagieren.

Einige Mittel haben durchaus ihre Berechtigung und können für den Hausgebrauch unter Umständen wirklich nützlich sein. Ihr gewerblicher Einsatz ist allerdings oft verboten. Der Großteil der Produkte ist außerdem vor allem eines: teuer. Für die wenigen Produkte, die in Ihrem Einkaufskorb landen, bezahlen Sie schnell einen hohen zwei- oder dreistelligen Betrag – ohne die Garantie, dass die Mittel Ihnen am Ende wirklich weiter helfen. An diesem Punkt kann man nun die berechtigte Frage stellen, ob ein professioneller Schädlingsbekämpfer wirklich so viel teurer wäre. Die Antwort lautet ganz klar: nein, wäre er nicht. Zudem bleibt zu bedenken, dass die Beauftragung eines Experten Zeit und Nerven spart: Kein Besuch im Baumarkt, keine lange Beratung zu den richtigen Mitteln, kein Schlangestehen an der Kasse, kein Vertrautmachen mit dem richtigen Einsatz, kein eigenes Ausbringen, keine Ungewissheit, ob man überhaupt gerade das Richtige tut.

Quantität geht nicht über Qualität

Schöne Werbeversprechen hin, vermeintliche Schnäppchen her – das alles ändert nichts daran, dass Schädlingsbekämpfung kein Kinderspiel ist. Sie können die besten Mittel kaufen und schachtelweise ausbringen – wenn sie für den falschen Schädling gedacht sind, war alle Mühe umsonst. Auch die richtigen Wirkstoffe entfalten an den falschen Stellen keine Wirkung. Der Nutzen verpufft. Die Schädlinge bleiben.

Mangelndes Fachwissen führt darüber hinaus auch zu dem Irrglauben, dass ein Befall beseitigt sei, sobald keine Schädlinge mehr präsent sind. Nur weil Sie etwas nicht sehen, bedeutet es noch lange nicht, dass es nicht existiert. Die Tiere können sich verstecken oder in andere Bereiche zurückgezogen haben. Und selbst wenn ein Mittel alle adulten Tiere getötet haben sollte:

irgendwo kann es ein Nest geben, in dem der Nachwuchs bereits heranwächst. Vor allem bei Insekten dauert es teilweise Wochen bis Monate, bis die Jungtiere aus ihren Eiern schlüpfen. Und dann geht es erst richtig los. Ein einziges Weibchen mancher Arten kann mehrere hundert Eier in kurzer Zeit ablegen. Wo sich also vor wenigen Wochen nur einige Tiere tummelten, strömen bald Hundertschaften aus ihren Verstecken.

Mittel aus dem Baumarkt sind nicht annähernd so wirkungsvoll

Was zudem viele Menschen nicht wissen: Die Mittel aus dem Baumarkt sind bei weitem nicht so effektiv wie die eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Einige Zweifler werden nun berechtigt einwerfen: „Das musste er ja jetzt sagen!“ Ja, das musste er. Aus gutem Grund. Denn das ist keine Lobhudelei auf meinen Berufsstand. Das ist Fakt. Verantwortlich dafür ist die deutsche Gesetzgebung.

Frei im Handel erhältlich sind nur Wirkstoffe, der sogenannten ersten Generation. Laien dürfen diese Präparate auch dann einsetzen, wenn sie vorab über keinerlei Sachkenntnisse in Zusammensetzung, Dosierung und Wirkweise verfügen. In der Praxis handelt es sich zumeist um Mittel, die nicht sofort und nur in sehr hoher Konzentration zum Tod führen. Nagetiere müssen beispielsweise entsprechende Köder in größerer Anzahl aufnehmen, damit das Mittel seine volle Wirkung entfaltet. Auf diese Weise will der Gesetzgeber die Gefahr minimieren, dass falsch ausgebrachte Mittel eine Gefahr für Dritte darstellen. Dadurch wird allerdings auch gleichzeitig die Effektivität der Schädlingsbekämpfung minimiert. Es gibt schließlich keine Garantie, dass die beköderten Tiere auch wirklich genug von den Mitteln fressen, um eine tödliche Wirkstoffkonzentration zu erreichen.

Mittel der zweiten Generation sind ausschließlich Experten vorbehalten. Sie sind nur mit einem entsprechenden Sachkundenachweis über Produzenten und Fachhändler zu beziehen. Selbst verschwindend geringe Mengen mancher Mittel reichen aus, um einem erwachsenen Menschen großen Schaden zuzufügen. Aus diesem Grund dürfen diese Wirkstoffe nicht in die falschen Hände geraten. Der richtige Umgang mit ihnen ist durch den Gesetzgeber von der Lagerung bis hin zum Einsatz genauestens geregelt.

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